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Die Geschichte des Kachelofens
Die Alpen waren die Geburtsstätte des Kachelofens. Damals jedoch noch als Backofen oder überwölbte Herdfeuerung gebaut wanderte der Ofenkörper bald von der Küche in die Stube. Die Beheizungs- und Beschickungsseite verblieb aber in der Küche. Dadurch konnte die Stube beheizt aber auch sauber gehalten werden.
Diese Öfen hatten meist eine Oberfläche aus Lehm und Kalk. Bald wurden in diese Öfen Bauteile eingebaut, die der Töpfer (Hafner) herstellte. Diese waren konvexe oder konkave Schüsseln und Becher. Man merkte schnell, dass die Wärmeübertragung an den Stellen mit keramischen Bauteilen besser war. Es wurden immer mehr dieser Bauteile verwendet, bis die eigentlichen Kachelöfen entstanden. Durch die Entwicklung dieser Kacheln, die direkt aneinander "gesetzt" werden konnten, entstand schon damals ein individueller Ofen und die frühere Berufsbezeichnung "Ofensetzer" oder „Hafner“.
Ab dem 14. Jahrhundert existieren gesicherte Quellen über Kachelöfen. Seit dieser Zeit hat sich das Handwerk stets weiterentwickelt. Vornehmlich in den nördlichen Ostalpen, dem Bodenseeraum und entlang der Donau war der Kachelofen als Wärmequelle geschätzt und verbreitete sich von der Schweiz über Budapest, Rumänien (Karpaten / Siebenbürgen),Bosnien bis Moskau (Kreml) oder Sankt Petersburg; aber auch westlich bis Schloss von Versailles. Funde weisen darauf hin, dass der Kachelofen anfänglich wohl dem Adel vorbehalten war. Er ist aber auch mit der Entwicklung der beheizbaren "Guten Stube" untrennbar verbunden. Je ärmer die Menschen, desto weniger und einfacher waren die Kacheln.
Bernhard KASCHÜTZ GmbH & Co KG, A-3163 Rohrbach/Gölsen, Dreikreuzstr. 42, Tel.: +43(0)2764/24 01, Fax: +43(0)2764/76 82, kaschuetz@kaschuetz.at